Geschafft!
13:57 Uhr war ich dann am Ziel.
Mit dem Rennradvirus habe ich mich 2020 infiziert und bin so dem Corana Virus aus dem Weg gegangen.
Als ich im April 24 mein Giant Propel bei bikeline kaufte hat mich dieser Berg in seinen Bann gezogen.
Hinter dem Verkaufstresen hing eine einfache Zeichnung ohne Titel, aber sofort war erkennbar, daß kann nur der Mont Ventoux sein. Über die Gespräche mit Maik, Matze und Willem von bikeline hörte ich heraus, daß dies eines der Touren sei, die ein Radrennfahrer absolvieren "muß".
2024 stand für mich aber erst einmal das 100km Rennen VeloCity Berlin auf dem Plan. Mindestanforderung war ein Schnitt von 25 km/h. Training war angesagt. Die Strecke habe ich mehrmals abgefahren und festgestellt - machbar. "Begleiten" durfte mich mein Bruder Benjamin, den es schon viel früher mit dem Rennradvirus erwischt hatte.
Letztes Jahr stand dann für mich die Bodensee Umrundung auf dem Wunschplan. Gesagt gefahren! Traumhaft.
Zuvor war ich aber noch in Würzburg beim Bruder. Ich wollte mal sehen ob ich auch länger Steigungen bewältigen kann. Wir machten eine Tour zum Schwanberg. Länge der Steigung ca. 3 km. Ich kämpfte mich nach oben mit zwei Erholungspausen. Mein Gewicht betrug zu diesem Zeitpunkt ungefähr 95 kg. Zurück in Würzburg sprachen wir dann über das soeben erlebte und dabei viel von mir der Satz: ICH WÜRDE JA GERNE MAL AUF DEN MONT VENTOUX FAHREN.
Die lakonische Antwort meines Bruders: KOMM DU ERSTMAL AUF DEN SCHWANBERG.
Boooaaahhhh.....das saß tief.
Auf dem Weg nach Berlin reifte dann der Entschluß.
Mit den Jungens von bikeline gesprochen und die sagten: REGINA MARUNDE, das ist die Frau für solche Unternehmungen.
Frau Marunde angeschrieben und einen Termin zum Vorgespräch vereinbart.
Und dann gings auch schon los mit dem Training.
Ziel war 85 kg und in einem Rutsch nach oben.
Der geneigte Leser hat im Laufe der letzten Monate an meinen Trainingsleistungen teilnehmen können, aber soviel sei gesagt, ich habe sehr viel über mich durch das Training erfahren und gelernt.
Ohne die medizinische Betreuung von Dr. Zeilinger, Dr. Laute und Dr. Yousefi wäre diese Unterfangen nicht möglich gewesen, denn ein untrainierter Körper meldet sich umgehend wenn was nicht so richtig läuft. Ohne diese hervorragenden Ärzte wär ich nicht um 13:57 Uhr oben angekommen.
Bruder Benjamin wurde über meine Vorhaben informiert und "verhaftet".
13. September Fahrt von Würzburg nach Beaumes de Venise.
14. September lockeres einrollen mit 780 Höhenmeter....vor Monaten undenkbar gewesen.
15. September Abfahrt 9:18 Uhr. Ankunft am Gipfel 13:57 Uhr.
So ganz in einem Rutsch gings dann doch nicht, aber mit Demut und vielen Flüchen war es machbar.
Ich danke allen die mich bei der Erfüllung meines Wunsches unterstützt haben.

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