Am 7. September 2012 traf ich in der Werkstatt meines Vertrauens einen Mann der mir zwei Jahre zuvor aus der Patsche geholfen hat. Wir unterhielten uns und dabei kam zur Sprache, daß er Unterstützung in seinem Büro gebrauchen könnte.
Die Arbeiten die dort zu verrichten wären das Ordnen von Unterlagen, Telefongespräche entgegen nehmen, einfach Dinge die in einem Büro eines Finanzdienstleisters anfallen würden.
Ich würde pro Stunde bezahlt und selbstverständlich Sozialversichert.
Zu diesem Zeitpunkt leitete ich schon das Orangelab auf Honorarbasis und steckte mitten in der Vorbereitung von meiner Veranstaltungsreiche 30 Tage Kunst, aber davon später mehr, sprich, ich war freiwillig Pflichtversichert bei der Techniker Krankenkasse.
Ich dachte mir, Hurra! Diese finanzielle Belastung hast Du erstmal von der Backe.
Am 10. September gings dann los.
Das Büro war ein einziges Chaos. Wie ich dann erfuhr hatte es Differenzen mit dem vorherigen Büro gegeben bei dem er Räumlichkeiten angemietet hatte. Seine "Klienten" hatte er mitgenommen und sich "selbständig" um sie gekümmert.
Soweit so gut oder ach....was weiß ich denn....
Nachdem wir den Arbeitsvertrag unterzeichnet hatten, nicht ohne vorher das Tätigkeitsfeld abzustecken und den Umfang meiner täglichen Arbeitszeit zu vereinbaren (je nach Bedarf bin ich im Büro) verschaffte ich mir einen Überblick über den Raum in dem ich nun Arbeiten würde.
Es befanden sich dort vier Schreibtische, die über und über mit Unterlagen, Akten, Prospekten, Adresslisten, Rechnungen und Müll übersäht waren. In den Aktenschränken herrschte ein ähnliches Durcheinander.
Nun gut, dafür war ich eingestellt worden um hier für Überblick zu sorgen.
Nicht das mir die Tätigkeit viel Spaß und Freude bereitete, aber ich war versichert und wer einmal keinen Versicherungschutz hatte weiß wovon ich hier schreibe.
Nach einiger Zeit stellte sich für mich eine gewisse Vertrautheit in dem was ich da so machte ein. Der Raum und die Schreibtische wurden wieder nutzbar und in den Aktenschränken war alles wieder übersichtlich eingeordenet.
Probleme bereiteten mir die Telefonate. Nicht das ich scheu oder unbeholfen am Telefon wären, nein, die Anrufer waren selten freundlich. Sie waren agressiv, beschimpften mich und Herrn B. ließ sich immer verleugnen.
Im November hatte ich eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung.
30TageKunst im Orangelab.
Herr B. fragte mich schon im September ob nicht noch ein Termin für seine Frau frei währe, ich sagt ja, für die Kollegin doch immer, der Abend war dann auch recht gut besucht!
Im Dezember kam dann zum ersten Mal das Geld nicht wie angekündigt. Dann wurde kurz vor Weihnachten mal Geld bar ausgezahlt.
Anfang Januar forderte er mich auf, telefonischne Kaltaquise zu machen. Nachdem ich ihm schon in unserem ersten Gespräch erklärte, daß ich an solchen Aktionen nicht teilennehmen würde veränderte er nun sein Verhalten mir gegenüber. Im Januar und Februar kam nun überhaupt kein Lohn mehr an mich.
Ähmmm....okay, ich kenne solche Situationen und solange die GKV bezahlt wird kann ich warten.
Am 1. März 2013 hatte mein Bruder Benjamin Brückner eine Vernisage in Würzburg.
Am 26. Februar verabschiedet ich mich zu einem Dreh in Berlin und anschließend gings dann nach Würzburg.
Am 2. März legte ich noch einen "kurzen" Stop in Braunschweig ein und das Leben bekam eine ganz neue Wendung, aber auch hier später mehr dazu!
Ich kam am 3. März so gegen 1:30 Uhr wieder in Berlin an. Öffnete den Briefkasten und fand dort zwei Briefe von Herrn B. Einmal eine ordenliche Kündigung zum 31. März und ein weiterer Brief mit eine fristlosen Kündigung.
Ich war baff.
Ein befreundeter Anwalt übernahm die Sache und am 15. Mai kam es zu einem Vergleich. Kündigung angenommen und das Geld stotterte er ab.
Soviel zu meinem Ärger mit einem Finanzdienstleister der Postbank/BHW.
Im Jahr drauf erfuhr ich wie diese Gesellen vorgehen und wie sie Menschen übers Ohr hauen. Leider konnte Frau Blume und ich in ihrer Angelegenheit keinen Erfolg verbuchen.










