Sonntag, 1. November 2026

Freitag, 23. Oktober 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente - 23. Oktober 1989 Prolaps L5/S1

 Den Job hatte ich im September angenommen und hatte bis zum 23.10.89 verdammt viel Spaß. 

Aber dann.....AUTSCH.

Was war passiert?

Seit Ende September bin ich mit einem VW T3 Baujahr 1989 unterwegs in Europa.

Ich war Produktionsfahrer für "The Children".

Die ersten zwei Wochen waren ziemlich langweilig. Rumsitzen im Produktionsbüro und warten....nicht gerade einer meiner Stärken. Aber dann gings los.

Von München nach Frankfurt Airport die 2nd Unit Camera crew mit Equiptment abholen und nach Salzburg fahren. 

Von Salzburg gings dann wieder für mich zurück nach München.

Von dort Unterlagen nach Venedig bringen. 

In Venedig erreichte mich der Auftrag nach Zürich zu fahren um dort das Team zu unterstützen.

Von dort gings nach St. Moritz und auf die Berge. Verdammt geile Zeit dort gehabt.

Dann kam der Umzug nach Berchtesgaden.

Ich stellte meinen T3 ab und sah wie Kollegen einen LWK beluden. Hilfsbereit wie ich bin schritt ich zur Tat.

Den Feuerlöscher hätt' ich besser stehen lassen, aber nix da.....falsch gegriffen, falsch gestanden und das Ding hochgerissen und zack.....riß meine Bandscheibe zwischen L5/S1.

Holy fucking shit!

Um 16 Uhr war ich bei einem Dr. Schmitt, der gab mir ein Schmerzmittel, damit hielt ich es bis um 22 Uhr aus. Im Hotel nach einem Krankenhaus in der Nähe gefragt und die Antwort bekommen - Landesnervenklinik Salzburg. 

Hurra!

Was tun?

Kim Novak hatte einen eigenen Fahrer, genau wie Ben Kingsley, der damals noch keine Sir war. Novaks Fahrer war vor Ort. Ich also nicht dumm und klingelte um ca 23 Uhr Frau Novak aus dem Schlaf um die Telefonnummer ihres Fahrers herauszubekommen. She wasn't amused, but at the end I got his phone number. Nur fahren durfte er mich nicht.

Dann die rettende Idee.

Ruf den Notarzt an.

Geht Wasser lassen und wenn ja wann war es das letzte Mal?

Ich kann grad garnix! 

Wir kommen!

Dann gings ab nach Salzburg in die Nervenklinik....ich hatte große Angst sie würden mich dort einbehalten.

Dormicum sei Dank war die Fahrt erträglich.

Morgens in Salzburg angekommen gings dann nach stundenlanger Wartezeit in die Röhre.

Diagnose: dringende Op angesagt und Ausräumung des Prolaps zwischen L5/S1!

Sollen wir es gleich vor Ort machen?

Neeee....ich laß es lieber im BwKrHs München machen, die Jungens kenn ich, da hab ich selbst 5 Jahre als Anästhesiepfleger meinen Dienst versehen.

Die Produktion angerufen und ihr mitgeteilt ich könne abgeholt werden.

Dann gings für mich mit dem Zug nach München ins Krankenhaus. 

Am Op-Tag hatte sich über Nacht ein kleiner aber nicht zu übersehender Pickel im Operationsgebiet gebildet, so daß die Op abgesagt wurde und ich mich dann in konservative Therapie begab.

Zum Glück! 

Denn die Vorgehensweise war bei den Operateuren in München ein ziemlich rabiate. Der Wirbelkörper sollte trepaniert, durch die entstandene Öffnung der Wirbelkörper ausgeräumt und im Anschluß mit einem Fixateure interna verschraubt werden. 

Ich schlage als schlecht praktizierender Zen-Buddhist heute noch 3 Kreuze das dies nicht gemacht wurde.

Op war dann am 20. Februar 1995 in Berlin. Das Messer führte unteranderem mein guter und bester Freund Dr. Z. und ja....wir hatten sehr viel Spaß dabei! Er glaube ich mehr als ich...aber das ist nun wieder einen ganz andere Geschichte.

Und Bilder gibt es wieder keine, denn wir hatten ja nix. 

  

  

Montag, 19. Oktober 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente. 19. Oktober 2015 Hochzeit

 Am 19. Oktober 2013 hab ich hier folgendes gepostet.

Kritische Masse

 Keine Woche später hatten wir die Wohnungsbesichtigung des SoWoHs.

Zwei Jahre später dann dies hier.

 

Frau Blume ist eine große Romantikerin!

Um mir eine eventuell aufkommende Unsicherheit zu nehmen meinte sie: 

Hans, das ist nur ein Verwaltungsakt.

Könnte nicht glücklicher sein nach diesem Verwaltungsakt!
 

Donnerstag, 8. Oktober 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente. 8. Oktober 2009 Meviva

 

Das Geld war knapp und ich hatte im November großes vor.

Die 30TageKunst standen von der Türe und ich benötigte wirklich jeden Pfennig...ähhh...Cent!

Durch meine Tätigkeit im AOZ im Martin-Luther-Krankenhaus kannte ich zwei der besten Handchirurgen Berlins.

Beide hatten sich ihren Traum von einer eigenen großen orthopädischen Praxis am Stuttgarter Platz erfüllt.

Bei einem zufälligen Treffen hatte ich rausgehört, daß man im Backoffice noch Unterstützung brauchen könnte.

Zack, meine Arbeitskraft angeboten und schwuppdiwupp hatte ich einen 450,--€ Job. 

Meine Tätigkeit bestand darin telefonisch Termine zu vergeben und Arztbriefe einzuscannen und den jeweiligen Patientenakte hinzuzufügen.

Zwei bis drei Tage die Woche vier Stunden am Nachmittag!

YES!

Ein kleines Zubrot war gesichtert.

Im März 2010 wars dann aber auch schon wieder gut und ich sah mich nach etwas neuem um, denn das Backoffice war wirklich ein Backoffice....klein und ohne Fenster.

Hans braucht Licht und Raum.

 

Mittwoch, 7. Oktober 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente - 07. Oktober 1988 Herzblatt Aufzeichung


 Wir sitzen im Venezia auf der Terrasse an der Leopoldstraße in München und sitzen halt so wie wir damals so saßen. Also immer mit Blick auf den Eingang und den Weg rechts, ähmmm aus unserer Sicht aus LINKS neben dem Eiscafe der zu einem Casting Studio für Models führt.

Es trafen sich dort die Mitglieder der " Kirche der Cappuccinisten des sechsten Tages", Dorin, Mo und ich.

Mo: Ich soll bei Herzblatt mitmachen. Ich hab denen abgesagt, ist nicht live, also alles gemogelt. Sag mal Hans, Du willst doch immer mal ins Fernsehen. 

Ähmmmm.....ja.....

Mo: ich schlag dich mal vor.

Kurze Zeit später traf ich mich mit einer Redakteurin, der damals in die zweite Staffel gehenden DatingShow "Herzblatt". 

Und dann ging alles sehr schnell. 

Ich wurde als Picker ausgesucht. Sprich ich durfte den drei Damen Fragen stellen und mich dann für eine entscheiden, die dann mein Herzblatt werden sollte. 

Am 6. Oktober wurde ich von zu Hause abgeholt und nach Unterföhring in ein Hotel gebracht.

Die Nacht war schlaflos.

Relativ früh für meine Verhältnisse gings am nächsten Morgen zum Frühstück und dann trafen sich die Picker und Pickerinnen mit ihren Redakteuren im Tagungsraum des Hotels und bastelten an ihren Fragen für die drei Damen sowie die Damen an ihren für die drei Herren pro Show. Am 7. Oktober 1988 wurden drei Shows für den Dezember aufgezeichnet.

Der Tag verging in Windeseile und es wurde Abend. 

Anschließend gings ins Studio zur Aufzeichung. 

Es folgte eine kurze Führung durch selbiges und der Bühne. Wir wurden Rudi Carell, vorgestellt und ich traf Susi Müller, die damals die Stimme des SWR war....hach....das wäre mein Herzblatt gewesen, aber ich mußte ja noch eine Show geben.

Abgeschirmt von den Kandidatinnen hockte ich hinter der Bühne mit einem riesigen Kopfhörer auf dem Schädel, damit ich die Damen nicht schon vorher an der Stimme sympatisch oder unsympatisch finden konnte.

Vorhang auf für den ersten Auftritt von Hans-Dieter Brückner aus München.

tbc 

 

 

 

Sonntag, 4. Oktober 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente - 04. Oktober 1983 Sanitätslehrgang V in Ulm

 Das Jahr 1983 war geprägt von vielen Veränderungen. Privat als auch beruflich zeichneten sich schon zu Jahresbeginn große Umbrüche ab. Aber zu den Anfängen später mehr.

Am 03. Oktober war Reisetag ins Bundeswehrkrankenhaus Ulm, der Sanitätslehrgang V stand an, die fachliche Ausbildung zum Anästhesie Feldwebel.

Der 04. Oktober war gespickt mit den bei der Bundeswehr gebräuchlichen Rundgängen um Dinge in Empfang zu nehmen oder sich irgendwelche Unterlagen abzuholen oder selbige abzugeben.

Im August erlitt meine damalige Freundin einen herben Verlust. Ihr geliebter Bruder suizidierte sich. Die daraus entstandenen Verwirrungen und Irrungen führten bei uns zur Trennung, die eigentlich schon viel früher sich abzeichnete.

Ich geschockt vom Tod und der darauf erfolgten Trennung verlor komplett den Halt und es zog mich unaufhaltsam in eine Spirale nach unten.

Zu meinem Glück hatte ich den Sommer über schon die grundlegenden Dinge der Anästhesie im Bundeswehrkrankenhaus München kennen gelernt und in der Praxis anwenden können. Ohne diese Ausbildung wäre ich nicht durch den fachlichen Teil der Feldwebelausbildung gekommen und die acht Jahre für die ich unterschrieben hatte wären für mich zu einem Disaster geworden.

Insofern ist meine Erinnerung an diese drei Monate in Ulm sehr bruchstückhaft. 

Wo das Unteroffiziersheim lag kann ich nicht mehr nachvollziehen, aber die unzähligen Beschleuniger (Cola/Cognac Gemisch 1zu1), sowie mehrer Filmrisse sind nicht ohne Spuren geblieben. Es gab Ermahnungen zur Pünktlichkeit und die Androhung vom Leergang supendiert zu werden.

Am Tag unserer Ankunft kam es zum schwersten Schießunfall der Bundeswehr bis zu diesem Zeitpunkt. Auf dem Truppenübungsplatz Münsingen wurde auf Grund einer Fehlkommunikation eine Mörsergranate in die Zuschauertribüne geleitet.

Viele Verletzte wurden mit Hubschraubern ins nahe gelegene BwKrHs Ulm, sowie in die UniKlinik Ulm geflogen.

Bei einigen der Verletzten war ich später noch im Op als Narkosepfleger tätig.

Sehr gut im Gedächtnis ist mir noch Kamerad "Leo", der mich an einem Freitag morgen auf der Intensivstatiom um 7 Uhr hätte ablösen sollen. Er kam nicht, war auch nicht auf seiner Stube. Der Gute hatte knapp 20 Minuten vom Krankenhaus gewohnt. Freitag morgen war er als Beifahrer mit einem weiteren Kameraden unterwegs von zu Hause auf spiegelglatter Straße ins schleudern gekommen und schwer schädelhirntraumatisiert worden. Unangeschnallt ist er mit der rechten Schädelhälfte auf die A-Säule geprallt. Es war ein komisches Gefühl ihn am nächsten Tag auf der Intensivstation zu versorgen.

Und jetzt wo ich diese Zeilen schreibe kommen mir doch noch ein paar Ereignise in den Sinn.

Weshalb ist es ratsam sich Einmalhandschuhe anzuziehen wenn ein Patient der beatmunspflichtig ist umgelagert wird?

Genau, es kann sehr schmutzig werden.

Wie ging nochmal das Schlußlied aus "Das Leben des Brian"?

Genau, die Freitag Abende vor dem Videorekorder 2000.

In der Buchhandlung am Ulmer Münster sich das Buch "Schöne neue Welt" zu kaufen, um dann festzustellen, daß es mit schön nun wirklich nix zu tun hat.

Die sonntäglichen Autofahrten von Würzburg nach Ulm auf komplett verschneiten Straßen.

Und das durch die Gegend huschen wie ein kleines frisch geficktes Eichhörnchen.

Ich bin durchgekommen. Ich glaube das war es worauf es für mich zu diesem Zeitpunkt ankam ohne zu wissen was es heißt anzukommen, aber dazu gibts später wirklich mehr.

Fotos aus dieser Zeit gibt es keine, denn wir hatten ja nix....Zwinkersmiley.