Den Job hatte ich im September angenommen und hatte bis zum 23.10.89 verdammt viel Spaß.
Aber dann.....AUTSCH.
Was war passiert?
Seit Ende September bin ich mit einem VW T3 Baujahr 1989 unterwegs in Europa.
Ich war Produktionsfahrer für "The Children".
Die ersten zwei Wochen waren ziemlich langweilig. Rumsitzen im Produktionsbüro und warten....nicht gerade einer meiner Stärken. Aber dann gings los.
Von München nach Frankfurt Airport die 2nd Unit Camera crew mit Equiptment abholen und nach Salzburg fahren.
Von Salzburg gings dann wieder für mich zurück nach München.
Von dort Unterlagen nach Venedig bringen.
In Venedig erreichte mich der Auftrag nach Zürich zu fahren um dort das Team zu unterstützen.
Von dort gings nach St. Moritz und auf die Berge. Verdammt geile Zeit dort gehabt.
Dann kam der Umzug nach Berchtesgaden.
Ich stellte meinen T3 ab und sah wie Kollegen einen LWK beluden. Hilfsbereit wie ich bin schritt ich zur Tat.
Den Feuerlöscher hätt' ich besser stehen lassen, aber nix da.....falsch gefriffen, falsch gestanden und das Ding hochgerissen und zack.....riß meine Bandscheibe zwischen L5/S1.
Holy fucking shit!
Um 16 Uhr war ich bei einem Dr. Schmitt, der gab mir ein Schmerzmittel, damit hielt ich es bis um 22 Uhr aus. Im Hotel nach einem Krankenhaus in der Nähe gefragt und die Antwort bekommen - Landesnervenklinik Salzburg.
Hurra!
Was tun?
Kim Novak hatte einen eigenen Fahrer, genau wie Ben Kingsley, der damals noch keine Sir war. Novaks Fahrer war vor Ort. Ich also nicht dumm und klingelte um ca 23 Uhr Frau Novak aus dem Schlaf um die Telefonnummer ihres Fahrers herauszubekommen. She wasn't amused, but at the end I got his phone number. Nur fahren durfte er mich nicht.
Dann die rettende Idee.
Ruf den Notarzt an.
Geht Wasser lassen und wenn ja wann war es das letzte Mal?
Ich kann grad garnix!
Wir kommen!
Dann gings ab nach Salzburg in die Nervenklinik....ich hatte große Angst sie würden mich dort einbehalten.
Dormicum sei Dank war die Fahrt erträglich.
Morgens in Salzburg angekommen gings dann nach stundenlanger Wartezeit in die Röhre.
Diagnose: dringende Op angesagt und Ausräumung des Prolaps zwischen L5/S1!
Sollen wir es gleich vor Ort machen?
Neeee....ich laß es lieber im BwKrHs München machen, die Jungens kenn ich, da hab ich selbst 5 Jahre als Anästhesiepfleger meinen Dienst versehen.
Die Produktion angerufen und ihr mitgeteilt ich könne abgeholt werden.
Dann gings für mich mit dem Zug nach München ins Krankenhaus.
Am Op-Tag hatte sich über Nacht ein kleiner aber nicht zu übersehender Pickel im Operationsgebiet gebildet, so daß die Op abgesagt wurde und ich mich dann in konservative Therapie begab.
Zum Glück!
Denn die Vorgehensweise war bei den Operateuren in München ein ziemlich rabiate. Der Wirbelkörper sollte trepaniert, durch die entstandene Öffnung der Wirbelkörper ausgeräumt und im Anschluß mit einem Fixateure interna verschraubt werden.
Ich schlage als schlecht praktizierender Zen-Buddhist heute noch 3 Kreuze das dies nicht gemacht wurde.
Op war dann am 20. Februar 1995 in Berlin. Das Messer führte unteranderem mein guter und bester Freund Dr. Z. und ja....wir hatten sehr viel Spaß dabei! Er glaube ich mehr als ich...aber das ist nun wieder einen ganz andere Geschichte.
Und Bilder gibt es wieder keine, denn wir hatten ja nix.






