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Mittwoch, 16. September 2026

Mont Ventoux - Geschafft

Geschafft!

13:57 Uhr war ich dann am Ziel.

Mit dem Rennradvirus habe ich mich 2020 infiziert und bin so dem Corana Virus aus dem Weg gegangen.   

Als ich im April 24 mein Giant Propel bei bikeline kaufte hat mich dieser Berg in seinen Bann gezogen.

Hinter dem Verkaufstresen hing eine einfache Zeichnung ohne Titel, aber sofort war erkennbar, daß kann nur der Mont Ventoux sein. Über die Gespräche mit Maik, Matze und Willem von bikeline hörte ich heraus, daß dies eines der Touren sei, die ein Radrennfahrer absolvieren "muß".

2024 stand für mich aber erst einmal das 100km Rennen VeloCity Berlin auf dem Plan. Mindestanforderung war ein Schnitt von 25 km/h. Training war angesagt. Die Strecke habe ich mehrmals abgefahren und festgestellt - machbar.  "Begleiten" durfte mich mein Bruder Benjamin, den es schon viel früher mit dem Rennradvirus erwischt hatte.

Letztes Jahr stand dann für mich die Bodensee Umrundung auf dem Wunschplan. Gesagt gefahren! Traumhaft.

Zuvor war ich aber noch in Würzburg beim Bruder. Ich wollte mal sehen ob ich auch länger Steigungen bewältigen kann. Wir machten eine Tour zum Schwanberg. Länge der Steigung ca. 3 km. Ich kämpfte mich nach oben mit zwei Erholungspausen. Mein Gewicht betrug zu diesem Zeitpunkt ungefähr 95 kg. Zurück in Würzburg sprachen wir dann über das soeben erlebte und dabei viel von mir der Satz: ICH WÜRDE JA GERNE MAL AUF DEN MONT VENTOUX FAHREN.

Die lakonische Antwort meines Bruders: KOMM DU ERSTMAL AUF DEN SCHWANBERG.

Boooaaahhhh.....das saß tief.

Auf dem Weg nach Berlin reifte dann der Entschluß.

Mit den Jungens von bikeline gesprochen und die sagten: REGINA MARUNDE, das ist die Frau für solche Unternehmungen.

Frau Marunde angeschrieben und einen Termin zum Vorgespräch vereinbart.

Und dann gings auch schon los mit dem Training.

Ziel war 85 kg und in einem Rutsch nach oben.


Der geneigte Leser hat im Laufe der letzten Monate an meinen Trainingsleistungen teilnehmen können, aber soviel sei gesagt, ich habe sehr viel über mich durch das Training erfahren und gelernt. 

Ohne die medizinische Betreuung von Dr. Zeilinger, Dr. Laute und Dr. Yousefi wäre diese Unterfangen nicht möglich gewesen, denn ein untrainierter Körper meldet sich umgehend wenn was nicht so richtig läuft. Ohne diese hervorragenden Ärzte wär ich nicht um 13:57 Uhr oben angekommen.

Bruder Benjamin wurde über meine Vorhaben informiert und "verhaftet".

13. September Fahrt von Würzburg nach Beaumes de Venise. 

14. September lockeres einrollen mit 780 Höhenmeter....vor Monaten undenkbar gewesen.

15. September  Abfahrt 9:18 Uhr. Ankunft am Gipfel 13:57 Uhr. 

So ganz in einem Rutsch gings dann doch nicht, aber mit Demut und vielen Flüchen war es machbar.

Ich danke allen die mich bei der Erfüllung meines Wunsches unterstützt haben.

 


  

 


Montag, 7. September 2026

365 to go - Erfolgreich unerfolgreich, ein Babyboomer geht in Rente - 07. September 2012

Am 7. September 2012 traf ich in der Werkstatt meines Vertrauens einen Mann der mir zwei Jahre zuvor aus der Patsche geholfen hat. Wir unterhielten uns und dabei kam zur Sprache, daß er Unterstützung in seinem Büro gebrauchen könnte.

Die Arbeiten die dort zu verrichten wären das Ordnen von Unterlagen, Telefongespräche entgegen nehmen, einfach Dinge die in einem Büro eines Finanzdienstleisters anfallen würden. 

Ich würde pro Stunde bezahlt und selbstverständlich Sozialversichert.

Zu diesem Zeitpunkt leitete ich schon das Orangelab auf Honorarbasis und steckte mitten in der Vorbereitung von meiner Veranstaltungsreiche 30 Tage Kunst, aber davon später mehr, sprich, ich war freiwillig Pflichtversichert bei der Techniker Krankenkasse.

Ich dachte mir, Hurra! Diese finanzielle Belastung hast Du erstmal von der Backe.

Am 10. September gings dann los.

Das Büro war ein einziges Chaos. Wie ich dann erfuhr hatte es Differenzen mit dem vorherigen Büro gegeben bei dem er Räumlichkeiten angemietet hatte. Seine "Klienten" hatte er mitgenommen und sich "selbständig" um sie gekümmert.

Soweit so gut oder ach....was weiß ich denn....

Nachdem wir den Arbeitsvertrag unterzeichnet hatten, nicht ohne vorher das Tätigkeitsfeld abzustecken und den Umfang meiner täglichen Arbeitszeit zu vereinbaren (je nach Bedarf bin ich im Büro) verschaffte ich mir einen Überblick über den Raum in dem ich nun Arbeiten würde. 

Es befanden sich dort vier Schreibtische, die über und über mit Unterlagen, Akten, Prospekten, Adresslisten, Rechnungen und Müll übersäht waren. In den Aktenschränken herrschte ein ähnliches Durcheinander.

Nun gut, dafür war ich eingestellt worden um hier für Überblick zu sorgen.

Nicht das mir die Tätigkeit viel Spaß und Freude bereitete, aber ich war versichert und wer einmal keinen Versicherungschutz hatte weiß wovon ich hier schreibe. 

Nach einiger Zeit stellte sich für mich eine gewisse Vertrautheit in dem was ich da so machte ein. Der Raum und die Schreibtische wurden wieder nutzbar und in den Aktenschränken war alles wieder übersichtlich eingeordenet. 

Probleme bereiteten mir die Telefonate. Nicht das ich scheu oder unbeholfen am Telefon wären, nein, die Anrufer waren selten freundlich. Sie waren agressiv, beschimpften mich und Herrn B. ließ sich immer verleugnen.

Im November hatte ich eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung. 

30TageKunst im Orangelab. 

Herr B. fragte mich schon im September ob nicht noch ein Termin für seine Frau frei währe, ich sagt ja, für die Kollegin doch immer, der Abend war dann auch recht gut besucht! 

Im Dezember kam dann zum ersten Mal das Geld nicht wie angekündigt. Dann wurde kurz vor Weihnachten mal Geld bar ausgezahlt.

 Anfang Januar forderte er mich auf,  telefonischne Kaltaquise zu machen. Nachdem ich ihm schon in unserem ersten Gespräch erklärte, daß ich an solchen Aktionen nicht teilennehmen würde veränderte er nun sein Verhalten mir gegenüber. Im Januar und Februar kam nun überhaupt kein Lohn mehr an mich. 

Ähmmm....okay, ich kenne solche Situationen und solange die GKV bezahlt wird kann ich warten.

Am 1. März 2013 hatte mein Bruder Benjamin Brückner eine Vernisage in Würzburg.

Am 26. Februar verabschiedet ich mich zu einem Dreh in Berlin und anschließend gings dann nach Würzburg. 

Am 2. März legte ich noch einen "kurzen" Stop in Braunschweig ein und das Leben bekam eine ganz neue Wendung, aber auch hier später mehr dazu!

Ich kam am 3. März so gegen 1:30 Uhr wieder in Berlin an. Öffnete den Briefkasten und fand dort zwei Briefe von Herrn B. Einmal eine ordenliche Kündigung zum 31. März und ein weiterer Brief mit eine fristlosen Kündigung.

Ich war baff.

Ein befreundeter Anwalt übernahm die Sache und am 15. Mai kam es zu einem Vergleich. Kündigung angenommen und das Geld stotterte er ab.

Soviel zu meinem Ärger mit einem Finanzdienstleister der Postbank/BHW. 

Im Jahr drauf erfuhr ich wie diese Gesellen vorgehen und wie sie Menschen übers Ohr hauen. Leider konnte Frau Blume und ich in ihrer Angelegenheit keinen Erfolg verbuchen.



 

Dienstag, 4. August 2026

Mont Ventoux - Training der etwas anderen Art

 Training zum Mont Ventoux sah letzten Monat so aus.




Am 13.07. klingelte das Telefon.
Schon Pläne für übernächste Woche?
Nö.
Wir fahren nach Alpe D'Huez und schauen uns die Etappen 19 und 20 der Tour de France an.
Ähhh.....okay.

Man man man was war ich auf geregt.
Gesagt, gefahren.

Dienstag den 21.07. gings dann nach Würzburg und Mittwoch Nacht auf die Autobahn Richtung Frankreich.
 
Donnerstag morgen waren wir dann in Le Bourg d'Oisans.
 
Aufgeregt wie ein Penäler vor dem ersten Date gings dann am Freitag um 8 Uhr ein Croissant schnappen, Kaffee in den Hals schütten und ab aufs Rad.
 
8:30 Uhr standen dann 21 Kehren und 1.122 Höhenmeter vor mir.

10:44 Uhr war es dann geschafft!
 
YES!
 
Es war ein Party der besondern Art.
Bin immer noch geflashed.

Benny und ich!
 
Alpe D'Huez